Duft – Was ist das? und wie nehmen wir ihn wahr

Pflanzen enthalten ätherische Öle, die durch Destillation, Extraktion, Enfleurage, Mazeration und Molekülsynthese aus den Pflanzen gewonnen werden. Ätherische Ölemüssen gekauft werden, da die eigene Herstellung sehr kompliziert bzw. für Laien nicht machbar ist. Es sollte darauf geachtet werden, dass sie 100% ätherisches Öl, also naturrein, sind. Man bekommt sie z.B. in Apotheken oder man kann sie bei anderen Anbietern ihres Vertrauens kaufen. Allerdings sind sie oft teuer. Parfümöle oder Duftöle sind künstlich hergestellte Duftstoffe und viel billiger als echte ätherische Öle.
Jedes ätherische Öl kann einzeln benutzt werden. Oft macht aber eine Mischung aus ätherischen Ölen das Dufterlebnis interessanter und intensiver. Zur Herstellung von Parfüm möglichst nur ätherische Öle nutzen, die man „gut riechen“ kann, also die man wirklich mag.
Ätherische Öle können auch Nebenwirkungen haben. Besonders Menschen mit Allergien sollten sehr vorsichtig sein. Ätherische Öle NICHT pur einnehmen und sie dürfen NICHT mit den Augen in Berührung kommen. Manche ätherische Öle sind NICHT für Schwangere geeignet.
Wie nehmen wir ihn wahr?
Unser Geruchsinn ist eine der ältesten Sinne in der Evolution des Menschen. Lange bevor sich unser „Ich“ entwickelt, bevor wir sprechen oder sehen können, nehmen wir Gerüche wahr. Geruchs – und Geschmacksknospen sind beim Fötus schon in der 14 Schwangerschaftswoche voll ausgereift. Weil unser Geruchssinn vor der Sprache gebildet wird, fällt es uns so schwer, Gerüche zu beschreiben. Wir versuchen sie zu katalogisieren und mit bekannten Dingen zu assoziieren. Etwas zu riechen heißt: sich „zu erinnern“, denn natürliche Düfte lösen Erinnerungen an Bilder, Gefühle, Erfahrungen und Lebensstimmungen aus. Das können wir nutzen, um uns neu einzustimmen und uns wohlzufühlen. Wir treten in Kontakt mit unserer inneren Wahrnehmung, mit der berühmten „inneren Stimme“. Der Verstand kommt dabei erst an zweiter Stelle. Über das Riechen können wir gedankliche Muster und Prägungen, Gewohnheiten und Einstellungen umgehen und sogar auf diese einwirken.
Der Geruch steigt in die Nase. Millionen von Riechzellen nehmen den Geruch auf. Die Zellen reagieren auf den Geruch. Die Nerven tragen die Impulse ins Gehirn, das bis zu 4000 Duftstoffe unterscheiden kann.
Düfte, die wir durch unsere Nase aufnehmen, wirken direkt auf den ältesten Teil unseres Gehirnes – einerseits das Stammhirn, wo unsere Instinkte und Erfahrungen gespeichert sind, und andererseits auf das Limbische System, wo unsere Gefühlswahrnehmung stattfinden.
Parfüm – Geschichte
– „Entdeckung“ des Duftes kam mit dem Feuer – Hölzer und Kräuter wurden verbrannt und sie verströmten einen Wohlgeruch
– erste Aufzeichnungen gab es 7000 v.Chr. zur Parfümherstellung, Priester nutzten Düfte zur Ehrung von Göttern
– Antike: einfaches Volk nutzte wohlriechende Hölzer und Kräuter um Spiritualität zu erlangen, umgaben sich mit Duft um eine mystische Aura auszustrahlen, Kleopatra soll es geschafft haben den Wind zu „verzaubern“
– Seefahrer brachten Düfte und Essenzen nach Asien und Afrika
– in Italien und Griechenland gehörten Parfüme zum Alltag nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern auch als Zeichen ihres Reichtums
– Mittelalter: es entstand die Herstellung und Anwendung von Parfüm, wie wir sie heute kennen
– es gelang dem Arzt und Gelehrten „Avicenna“ durch Destillation Rosenwasser herzustellen,
– Kreuzritter brachten die Verfahren und Parfüme zurück nach Europa
– Destillation von reinem Alkohol gelang in Frankreich, Düfte konnten extrahiert und konserviert werden
– das Benutzen von Parfümen wurde von der Kirche verurteilt, sie unterstellte sittenloses und unkeusches Verhalten, welches zu Sünden führten würde
– 1190 wurde die Gilde Handschuh- und Parfümmeister von Philipp August von Frankreich gegründet, Berufsbild des Parfümeurs entstand
– zu Zeiten von Krankheiten, wie die Pest und anderen Epidemien, wurden Parfüm und Duftstoffe als „Desinfektionsmittel“ eingesetzt – guter Duft sollte schützen
– Wasser war als Überträger von Krankheiten ausgemacht – deshalb wusch man sich kaum bis gar nicht und überdeckte üblen Körpergeruch mit Parfüm oder parfümierten Puder
– in der Neuzeit maß man der Hygiene mehr Bedeutung zu, Wasser war sozusagen wieder „in“ – sauber zu sein hieß gesund zu sein, basierend auf wissenschaftlichen Forschungen
– Parfüme wurden „leichter“ – Wesen der Düfte als Wissenschaft
– Seefahrer z.B. Christoph Kolumbus brachten neue und exotische Rohstoffe mit aus Asien und Amerika
– in den Königshäusern Frankreichs wurde Parfüm sehr verschwenderisch und als Zeichen von Reichtum verwendet
– nach der französischen Revolution eine Weile verpönt – erst Napoleon, der Liebhaber von Eau de Cologne, machte Parfüm wieder gesellschaftsfähig
– gegen Ende des 19 Jh. wurde Parfüm industriell herstellt – nach dem zweiten Weltkrieg erhebliche Absatzprobleme – besondere Werbestrategien, Flacons und Verpackungen sollten helfen
– Parfüm heute: 97 % aller neuen Parfüme auf dem Markt werden nach kurzer Zeit wieder verworfen, Absatz wird immer schwieriger,
– individuell zusammen gestellte Parfüme sind heute „in“ und sollen den Charakter eines Menschen in den Vordergrund rücken
Fliederblüten – Sirup

Der Flieder blüht – Ist das nicht toll! Statt einen Strauß Flieder zum Muttertag zu verschenken – solltet ihr dieses Jahr mal Fliederblüten – Sirup machen und diesen verschenken.
Ihr braucht dafür:
3 – 4 große Dolden dunkellila Fliedenblüten, 1 Liter Wasser, 1 Zitrone (bio), 2 Päckchen Zitronensäure, 1 kg Zucker
Die Fliederblüten abzupfen und in einen Topf geben. Das kalte Wasser aufgießen. Die Zitrone waschen und in dünne Scheiben schneiden und die Fliederblüten damit abdecken. Für 2 bis 3 Tage in den Kühlschrank stellen. Blüten abseihen und die Flüssigkeit (die fast durchsichtig ist) in einen Topf geben. Den Zucker und die Zitronensäure hinzugeben. (Wie von Zauberhand färbt sich die Flüssigkeit nun rosa). Alles solange erwärmen und rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Flüssigkeit durchsichtig erscheint (man muss den Topfboden wieder sehen können). Noch heiß in Flaschen füllen und im Kühlschrank oder einem anderen kühlen Ort stellen.
Mit dem Sirup kann man Früchte süßen, Kuchen aromatisieren, wenig Sirup mit trockenen Sekt vermischen oder Liköre ansetzen.
Balkonia
Meine Balkonbepflanzung ist fast fertig und ich möchte Euch ein paar Bilder zeigen. Ich habe einige Kräuter und auch ein paar Sommerblumen gepflanzt. Die leeren großen Töpfe werden auch noch bepflanzt und ich denke das ein oder andere ausgefallene Kraut kommt auch noch dazu.
Kasten rechts: Currykraut, Zitronenthymian und Rosmarin
Erdbeerminze, Schokominze und Marocco Minze
Schnittlauch und in der Mitte Strauchbasilikum
Links: Sommerblumen zusammen mit Sauerampfer, im Topf ist nochmal Strauchbasilikum
Hinter der neugierigen Katze Rosa ist Lavendel und nochmal Rosmarin
Links im Topf ist noch eine Minze und rechts ein Maggikraut.
LG Kräuterhexchen Silvia
Museumsnacht Leipzig
Am 10. Mai 2014 findet die sechste Museumsnacht in Leipzig und Halle satt. Ich werde diesmal auch mit machen. Im Bachmuseum Leipzig werde ich mit allen die wollen ein kleines Parfüm herstellen, welches mit nach Hause genommen werden darf.
Das ganze Programm des Bachmuseums, welches unter dem Motto „Lockstoffe“ steht, findet ihr hier. Ich freu mich auf Euren Besuch und hoffe ihr werdet jede Menge Spaß haben.
LG Kräuterhexchen Silvia
kreativer Nestbau Teil 2
Ich hab natürlich beim letzten Besuch in der VHS mal nach dem Nest geschaut. Ich habe ein Rabenbaby entdeckt. Ob es vielleicht doch mehr Babys sind weis ich nicht, man kann nicht so gut in das Nest schauen. Die Rabenmama war leider auch nicht zu sehen. Sicher war sie unterwegs um Futter zu beschaffen.
Hier geht es nochmal zum ersten Beitrag.
Ich werde das Nest natürlich weiter beobachten und Euch berichten.
















