Semesterprogramm Herbst-Winter 2014/15
Infos zum buchen und bezahlen der Kurse finden Sie hier:
Die meisten Kurse sind schon ausgebucht. Bei einem Kurs gibt es noch wenige Plätze, die könnt ihr über die VHS Leipzig buchen.
K 33 108 E Der magische Rauch – geheimnisvolle Räucherstoffe 4.12.2014, Do., 18 – 20.30 Uhr / 3 Ustd. 6 EUR
Geburtstags – Kartoffelkurs
Dieser Kurs war ein Geschenk zum Geburtstag und fand am 5. September statt. Hoch motivierte Teilnehmer stürmten die Küche und kochten insgesamt 8 Gerichte die allesamt mit Kartoffeln und Kräutern zu tun hatten.
Hier mal die Speisekarte….
Hier ein paar Bilder vom Küchentreiben…
Alle waren super fleißig und so könnten wir am Ende das „8 Gänge Menü“ verspeisen.
Alles war super lecker….
Es war ein schöner Kurs. Ich hoffe das ich den ein oder anderen Teilnehmer zu einem anderen Kurs nochmal wieder sehe.
LG Kräuterhexchen Silvia
Kochen mit Lavendel
Für mich begann das neue Herbstsemester am 4. September mit dem Lavendelkochkurs. Ich habe mich richtig darauf gefreut, denn zu lange Ferien zu haben ist auch nicht gut. Außerdem wollt ich auch ein bisschen das neue Semester feiern, denn seit nun mehr 10 Jahren unterrichte ich an der VHS Leipzig 🙂
Aber nun zum Kurs. Es waren viele bekannte Gesichter da und die Stimmung im Kurs war sehr gut.
Die fleißigen Teilnehmer kochten insgesamt 8 Gerichte in denen der Hauptgeschmacksgeber der Lavendel war.
Salat mit Ziegenkäse und Lavendeldressing
eine Tarte mit Nektarinen, Erdbeermarmelade und Lavendel
Lavendelkartoffeln aus dem Ofen
ein Schweinefilet mit Senf-Lavendelkruste
ein scharfes Tomatensüppchen mit Lavendel
eine Knoblauch-Lavendelbutter
süsse Lavendel- Scones
und Lavendel – Liebesplätzchen
Am Ende wurde alles dann mit Genuss verspeist.
Es war ein toller Semesterauftakt. Vielen Dank Euch allen!!!
LG Kräuterhexchen Silvia
Wandertag im Auwald Lützschena
Eigentlich wollte ich auf der Internetseite von der Auwaldstation Leipzig/Lützschena nach dem Herbstprogramm schauen. Oft bieten sie sehr interesante Kurse an. Da ich im Herbst- und Wintersemester relativ wenig Kurse habe, nutze ich die Zeit für ein paar Weiterbildungen in Sachen Natur und Pflanzen.
Im Programm fand ich diesmal nicht wirklich etwas. Dennoch habe ich etwas entdeckt. Eine App die man sich auf`s Handy laden kann und so zusagen dann eine Führung bekommt durch einen Teil des Auwaldes. In dieser Gegend um Lützschena steht der Auwald unter NATURSCHUTZ. Beachtet bitte die Bestimmungen des Naturschutzgebietes! Das Naturschutzgebiet heißt „Bergaue“. Die App heißt „Auwald Erlebnispfade“. Man läd sich alle Infos direkt auf sein Handy und braucht dann unterwegs KEIN Internet um alle Infos ein zusehen.
Der erste Erlebnispfad ist ca. 4 km lang und man wandert nach diesem Plan und kommt so zu insgesamt 14 Stationen.
Zu den einzelnen Stationen gibt es eine Hördatei, Bilder, weitere Infos zum Auwald, den Tieren und manchmal auch extra Videos und Vogelstimmen. Am Ende gibt es dann immer noch eine Quizfrage die man beantworten muss. (Man soll ja schließlich auch was lernen) Da in Naturschutzgebieten NICHTS gesammelt werden darf, lohnt es sich einen Fotoapperat mit zu nehmen und so wenigestens die Natur bildlich fest zuhalten.
Ich fand diese Idee total Klasse und probierte die App einfach mal aus. Ich tauschte Straßenschuhe gegen Wanderschuhe, schaltete die App ein und machte mich auf in den Auwald.
Zuerst kommt man über eine Brücke unter der die weiße Elster fleißt. Station 1.
Von dieser Ecke aus kann man die Auwaldstaion sehen. Diese ist hier aber die letzte Station. (Station 14) Um die Auwaldstation herum gibt es Koppeln mit Pferden. Leider sind diese sehr scheu.
Man geht den gepflasterten Weg entlang. Am Wegrand bis zur nächsten Station hab ich eine blau blühende Pflanze entdeckt. Es ist ein Wiesenstorchschnabel (Geranium pratense).
Ein Stück weiter ist eine kleine Wiese. Es ist wie ein Suchbild von weitem. Schaut mal ob ihr ein paar Pflanzen erkennt 🙂
Blau – die Wegwarte (Cichorium imybus), weiße Blüten – die Schafgarbe (Achillea millefolium), die gelben Büten – der Rainfarn (Tanacetum vulgare), rote Blüten ( links im Bild) – der Rotklee (Trifolium pratense) und weiter hinten im Bild sind die Samenstände von Disteln (Cirsium…) zu sehen.
Dann kommt man zur nächsten Brücke unter der die Luppe fließt. (Station 2)
Blick in Richtung Schkeuditz….
Blick in Richtung Leipzig….
Diese Pflanze fand ich am Ufer der Luppe. Es ist ein Blutwegerich (Lythrum salicaria).
Nach der Brücke gibt es nur noch einen Feldweg. Rechts und links gibt es einige Pflanzen, Sträucher und Bäume. Ich fand da eine meiner Lieblingspflanzen.
Die Wegwarte (Cichorium imybus). Die leuchtend blauen Blüten erkennt man von weitem.
Fast direkt daneben wächst eine Wildrose (Rosa…) . Die Hagebutten sind schon fast reif.
Gegenüber ist ein Weißdorn (Crataegus …) Es gibt zwei Arten davon.
Er ist über und über mit Früchten behangen.
Dann geht es weiter den Weg entlang. Rechts und links gibt es Felder.
Auf dem Feld links ist ein Stück Wald. (Station 3) Man folgt dem Feldweg bis man rechts eine Holzbank sieht. (Station 4) Dann ist man mitten im Naturschutzgebiet „Burgaue“. (Station 5)
Unterwegs hab ich noch ein paar Fotos gemacht. Hier z.B. von einem Stück Stamm der schon ziemlich lange da rumliegt. Ich find ihn hübsch 🙂 Bei Station 6 erfährt man einiges über das stehende Totholz.
Und Holundersträucher ( Sambucus nigra) hab ich einige entdeckt.
Auf dem Weg zu Station 7 kommt man an einem Hochsitz vorbei.
Klar das ich da mal rauf geklettert bin. 🙂 Hier der Blick nach links…
und nach rechts…
Und die hier kreuzten meinen Weg. Nacktschnecken. Eine kleine Geschichte dazu findet ihr hier.
Station 7 ist das alte Luppebett.
An der Station 8 erfährt man einiges über Eichen (Quercus…).
An Station 9 erfährt man einiges über die „Neubürger“ im Auwald. Es ist das kleinblütige Springkraut (Impatiens parviflora) – VORN IM BILD. Aber auch das echte Springkraut (Impatiens noli-tangere) – HINTEN IM BILD gibt es immernoch im Auwald. Beide wachsen friedlich neben einander.
Station 10 erzählt über die Landschaft (Femelloch) und einen seltenen Käfer namens Eremit. Gesehen hab ich leider keinen 🙁
Zu Station 11 gelangt man über einen kleinen Rastplatz. (Man verlässt den Hauptweg und es geht über einen kleinen mit Gras bewachsenen Weg weiter)
Wenn man auf dem Weg steht und nach links blickt sieht man einige Birken (Betula…).
An Station 12 geht es um Moorfrösche im Hackenteich. Man muss dafür über eine kleine Brücke gehen. Das Bild zeigt den Blick zurück zu Station 11.
Kurz danach kommt man schon zu Station 13. (Wenn man über die Brücke kommt rechts dem Weg folgen) Hier kann man rundherum einige Bäume und Sträucher entdecken.
Danach kommt man auf den Weg zurück den man gekommen ist und geht diesen zurück bis zur Auwaldstaion (Station 14).
Es war ein schöner Wandertag. Ich hab viel gesehen und einiges dazu gelernt. Werd ich ganz sicher im Frühling nochmal machen.
LG Kräuterhexchen- Silvia
P.S. Auf der App gibt es noch eine Wanderung durch den Schloßpark. Dieser ist ca. 3 km lang. Wenn es das Wetter erlaubt werd ich nochmal einen Wandertag machen 🙂
Schnecken – ecklig oder ein Geschenk der Natur?

Für die meisten Menschen, vorallem für Gärtner sind Schnecken nur eine Plage. Sie fressen den jungen Salat, die roten Erdbeeren und schleimen alles ein. Jeder Gärtner hat sich schon darüber Gedanken gemacht, wie er diese Plagegeister am Besten los werden kann. Gemeint sind hier vorallem die Nacktschnecken. Dann gibt es die Liebhaber – sie essen Weinbergschnecken, lecker mit Kräuterbutter. Aber auch die mögen keine Nacktschnecken. Sie sind für die meisten ecklig, schleimig und etwas böses was die Natur hervor gebracht hat.
Aber warum ist das so??
Als Kinder haben die meisten nicht so gedacht. Sie wurden gesammelt voller Leidenschaft als „Mitbringsel“ und ganz stolz den Eltern präsentiert. Floh war auch so einer 🙂
Im Laufe des Erwachsen werdens verliert man die Fähigkeit mit Kinderaugen zu sehen und vergisst die schönen Geschichten die voller Phantasie und bunter Bilder gewesen sind. Man will mit niemanden mehr teilen und schon garnicht mit Schnecken.
Die folgende Geschichte hab ich für Floh auf geschrieben (vor langer Zeit) und ihm oft vorgelesen. Vielleicht erinnert ihr Euch daran, wenn ihr sie lest, daß Natur auch schön sein kann. Möglicherweise könnt ihr Euch mit dem Gedanken anfreunden, die Schnecken nicht mehr als bösartige Lebewesen zu sehen, sondern als Lebewesen die auch ein Recht haben auf diesem Planeten zu leben.
Wie Die Schnecke zu Ihrem Häuschen kam
Es war einmal eine kleine Schnecke, die hatte kein Haus wo es drin wohnen konnte. Sie lebte in einem Wald wo es viele andere Tiere gab die ein zu Hause hatten.
Die Biene wohnte in einem Bienenstock mit vielen anderen Bienen zusammen. Sie flog jeden Tag zu den schönen Blumen auf der Wiese um den Nektar zu sammeln und um daraus dann Honig zu machen.
Die Maus wohnte in einem Mauseloch. Das hat viele Gänge und sie sammelte auf den Feldern Korn und Mais und was es sonst noch fand um einen Wintervorrat an zulegen.
Die Ameise wohnte in einem Ameisenhaufen. Unermüdlich arbeitete sie. Sie sammelte Stöckchen und kleine Blätter um es schön warm zu Hause zu haben und sie trug allerlei Essen zusammen um nicht hungern zu müssen.
Der Igel wohnte in einem Laubhaufen. Dort war es schön kuschelig warm und abends wenn es dunkel wurde ging er Regenwürmer und andere kleine Käfer fangen um nicht hungern zu müssen.
Die kleine Schnecke war sehr traurig, weil sie kein Haus hatte. Die Tiere im Wald lachten die kleine Schnecke aus, weil sie ganz nackt war. Die kleine Schnecke wollte auch ein schönes zu Hause haben so wie die Ameise, der Igel, die Biene und alle anderen Tiere im Wald. Eines Tages machte sie sich dann auf den Weg zu der Eule. Die Eule wohnte in einem hohen Baum und sie wusste einfach alles. Der Weg dort hin war beschwerlich und dauerte sehr lange.
Als die kleine Schnecke dort ankam fragte sie die Eule: „ Hallo Eule, kannst Du mir sagen, warum ich die einzige im Wald bin die kein zu Hause hat?“ Die Eule sagte zu der kleinen Schnecke: „Ich weiß nicht warum du kein Haus hast aber ich kann Dir sagen wie Du eines bekommen kannst. Du musst drei gute Taten vollbringen und dann bekommst Du ein Haus so schön wie Du noch keines gesehen hast und Du kannst es immer mit Dir herum tragen.“
Die kleine Schnecke bedankte sich bei der Eule und machte sich sogleich auf den Weg um die guten Taten zu vollbringen.
Als die kleine Schnecke eine Weile unterwegs war hörte sie einen Hilferuf. Die kleine Schnecke sah sich um und entdeckte ein Spinnennetz. Dort hatte sich ein schöner bunter Schmetterling verfangen und kam nicht wieder los. Die kleine Schnecke rief dem Schmetterling zu
„ Warte ich werde Dir helfen“ und kletterte zu dem Spinnennetz hinauf und befreite den Schmetterling. Dieser bedankte sich und flog davon.
Die kleine Schnecke lief wieder und als einige Zeit vergangen war sah sie einen Marienkäfer auf dem Rücken liegen. Er versuchte vergeblich wieder auf die Füße zu kommen. Die kleine Schnecke fragte ihn „ Hallo Marienkäfer, kann ich Dir helfen?“ Und der Marienkäfer antwortete „Ja, das wäre sehr nett von Dir. Der Wind war so toll und hat mich um geschupst.“ Die kleine Schnecke musste sich sehr anstrengen und schließlich stand der Marienkäfer wieder auf seinen Füßen. Der Marienkäfer bedankte sich und flog nach Hause.
Als die kleine Schnecke ein Stück weiter ging traf sie eine Ameise. Die Ameise trug eine große Nuss. Sie war sehr schwer und die Ameise musste sich oft ausruhen. Als die kleine Schnecke das sah ging sie zu der Ameise hin und fragte sie „Hallo Ameise soll ich Dir beim tragen helfen. Da ich auf meinem Rücken viel Platz habe kann ich die Nuss tragen.“ Die Ameise war damit ein verstanden. Und so trug die Schnecke die Nuss bis zum Ameisenhaufen.
Dort angekommen, merkte die Ameise das die große Nuss gar nicht in den Eingang des Ameisenhaufens reinpasste. Da sagte die Ameise zu der kleinen Schnecke „Ich werde Dir die Nuss schenken. Du hast sie ja auch die meiste Zeit getragen.“ Die kleine Schnecke freute sich. Die Nuss auf ihrem Rücken sah aus wie ein Haus.
In diesem Moment kam die Eule vorbei und sagte zu der kleinen Schnecke „Du hast ein gutes Herz und Du hast drei gute Taten vollbracht. Dafür will ich Dich belohnen. Aus der Nuss auf Deinem Rücken soll ein richtiges Schneckenhaus werden.“ Und eh die kleine Schnecke sich versah, war aus der Nuss ein Schneckenhaus geworden.
Die kleine Schnecke bedankte sich bei der Eule und dann war die Eule plötzlich verschwunden. Von diesem Tage an lebte die kleine Schnecke glücklich und zufrieden mit ihrem Schneckenhaus und niemand im Wald lachte sie mehr aus.
P.S. Schnecken haben genauso wie wir Hunger und wenn sie schneller sind oder in der Mehrzahl auftreten ist es schon schwierig sie in Schach zu halten. Nehmt es nicht so schwer. Lernt zu teilen. Viel Glück !
Ein schlauer Vogel
Not macht bekanntlich erfinderisch. So hat wohl auch dieser Vogel gedacht, als ihn der Hunger plagte. Man nehme ein Stück Brot und fange sich damit einen Fisch. Guten Appetit und Respekt vor dieser Leistung.
Viel Spaß beim anschauen,
LG Kräuterhexchen Silvia
























































